THEATERVEREIN ROHRDORF e.V.

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Geschichte Theaterverein Rohrdorf
Erstmalig fanden sich im Jahre 1862 einige Leute zusammen, um ein „Schaustück“ aufzuführen.


„Stufenalter“ hieß das erste Theaterstück und es war schlichtweg eine Darstellung der verschiedenen Lebensalter, wobei der Repräsentant der jeweiligen Altersstufe ein seinen Jahren entsprechendes Gedicht vortrug.

In den folgenden Jahren verblieb man mehr und mehr bei geschichtlichen Stoffen und es entwickelte sich aus bescheidenen Anfängen heraus die Praxis, alle drei Jahre ein Helden- oder Ritterschauspiel mit historischem Hintergrund auf einer Freibühne aufzuführen.
Wo die erste Freibühne ihren Standort hatte, kann nicht mehr mit Sicherheit gesagt werden. Sie befand sich wahrscheinlich, auch für die nachfolgenden Spiele am Ortsausgang nach Aigeltshofen.

Im Jahre 1908 erfolgte die Konstitutionierung des Rohrdorfer Theatervereins mit Satzung und Statuten, Vorstandschaft, jährlichen Mitgliedsbeiträgen und einer Vermögenslage, die wenn auch noch gering, doch immerhin eine gewisse Rücklage für magere Jahre bildete.

Die letzte Freilichtaufführung „Wallenstein“ fand im Jahre 1911 statt.

Im Jahr 1914 war es geschafft, man konnte zum ersten Mal in einem Saal Theater spielen.


Der Ausbruch des 1. Weltkrieges beendete vorerst das Spiel auf der Bühne.

Viele Spieler wurden zum Heeresdienst eingezogen und kehrten nicht wieder zurück. Die Not der Nachkriegszeit und die darauffolgende Inflation machte das Theaterspielen weiterhin unmöglich.

Erst im Herbst des Jahres 1924 trat man wieder zusammen, um alsbald die Aufführung eines neuen Stückes zu betreiben.

„Rosa von Tannenburg“ wurde unter der Oberleitung von Pfarrer Striegel ausgewählt.
Mit dem aufgeführten Volksstück „Im Hungerjahr“ im Jahre 1933 feierte man um ein halbes Jahr verspätet das 70jährige Theaterjubiläum. Mit dem Schauspiel „Die Rabensteinerin“ wurde 1937 das 75jährige Jubiläum festlich begangen. Mit diesem Glanzpunkt war für den Verein die Zeit der großen Darbietungen zunächst abgeschlossen.

Der Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 versetzte manchen der Darsteller von der friedlichen Vereinsbühne weg in die grausige Kriegsbühne. 
Das Kriegsende brachte die vorläufige Auflösung des Vereins. Erst im Mai 1947 gab das Gouvernement Militaire dem Rohrdorfer Theaterverein die Erlaubnis, „in dem in den Statuten festgelegten Gebiet …..“ seine Tätigkeit wieder aufzunehmen.

Als Neuanfang wurden 1948 vier Einakter ausgewählt. Das letzte große ernste Schauspiel ging 1957 über die Rohrdorfer Theaterbühne.

Am 18. Februar 1962 feierte der Theaterverein sein Hundertjähriges Jubiläum. Mit einer Festansprache und dem ersten größeren Lustspiel in Mundart, dem „verkauften Großvater“ wurde die Feier ein ungewöhnlicher Erfolg. Es musste mehrmals nachgespielt werden.

Am 12. Januar 1969 ging endlich ein langgehegter Wunschtraum in Rohrdorf in Erfüllung.
Unter Beteiligung aller örtlichen Vereine war die festliche Einweihung des neuen Theatersaales. Am 26. April 1970 war auf der neuen Bühne die erste Theateraufführung, das Volksstück mit Gesang „s`Dirndl von der Au“.

Im Jahr 1972 erfolgte durch die Generalversammlung die Beschlussfassung, dass nun auch das weibliche Geschlecht die Mitgliedschaft im Verein erwerben kann.
1982 wurde das 120jährige Jubiläum mit historischem Reiterumzug und der Neuaufführung vom Trompeter von Säckingen gebührend gefeiert.



Vereins-Chronik

Die detaillierte Vereins-Chronik bis 1982
können Sie als PDF downloaden.



Satzung Theaterverein Rohrdorf

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Der Theaterverein im Jahre 1908.







Wallenstein Freilichtaufführung 1911.






1933 – Jubiläum 70 Jahre Theaterverein











1988 – Jubiläum 125 Jahre Theaterverein







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Chronik_150Jahre Theaterverin Rohrdorf.pdf